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Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

 
Der Stifterverband, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland vergeben den Preis für exzellente Hochschullehre in der Mathematik und den Naturwissenschaften.

 

Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und diese über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium für Hochschulen und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.

Der Preis wird in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Er wird für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung vergeben, insbesondere für

  • die Entwicklung, Implementierung und Durchführung neuer Curricula oder curricularer Elemente (Module, Lehrveranstaltungen)
  • die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien bzw. innovativer Lehr- und Prüfungsmethoden
  • die Entwicklung und Umsetzung neuartiger Beratungs- und Betreuungskonzepte für Studieninteressierte und Studierende
  • sonstige Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre (zum Beispiel in der Qualitätssicherung)
     

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Maren Ziegler von der Justus-Liebig-Universität Gießen (Foto: Rolf K. Wegst)
Maren Ziegler von der Justus-Liebig-Universität Gießen (Foto: Rolf K. Wegst)
Foto: Rolf K. Wegst
Preisträgerin in der Kategorie Biologie: Maren Ziegler von der Justus-Liebig-Universität Gießen
Annette Marohn von der Universität Münster (Foto: privat)
Annette Marohn von der Universität Münster (Foto: privat)
Foto: privat
Preisträgerin in der Kategorie Chemie: Annette Marohn von der Universität Münster
Walther Paravicini von der Eberhard Karls Universität Tübingen (Foto: privat)
Walther Paravicini von der Eberhard Karls Universität Tübingen (Foto: privat)
Foto: privat
Preisträger in der Kategorie Mathematik: Walther Paravicini von der Eberhard Karls Universität Tübingen
Detlef Reichert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Foto: Lothar Teschner)
Detlef Reichert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Foto: Lothar Teschner)
Foto: Lothar Teschner
Preisträger in der Kategorie Physik: Detlef Reichert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Biologie: Maren Ziegler von der Justus-Liebig-Universität Gießen verbindet ihre Lehre eng mit ihren aktuellen Forschungen und integriert in vorbildlicher Weise eine Reihe moderner, didaktisch gut aufeinander abgestimmter Elemente sowie viele interaktive Einheiten. Sie ermutigt die Studierenden in besonderer Weise, Verantwortung zu übernehmen, und bezieht sie systematisch bei der Gestaltung der Lehrveranstaltungen mit ein. Dabei integriert sie auch Methoden der KI und motiviert zu kritischer Auseinandersetzung.
     
  • Chemie: Annette Marohn von der Universität Münster verknüpft bei ihrer sehr reflektierten und evidenzbasierten Lehre auch die Ergebnisse eigener fachdidaktischer Forschung. Viele Aspekte ihrer Lehre sind in hohem Maße preiswürdig. Besonders besticht ihr Ansatz, dass sie systematisch Brücken zwischen chemischen Inhalten und Themen der Demokratiebildung schlägt und so vor allem angehenden Lehrkräften ein Bewusstsein für die gesellschaftlichen Implikationen ihres Faches vermittelt. Ebenfalls hervorzuheben ist die große Strahlkraft, die das Engagement von Annette Marohn bereits seit Jahren über ihr eigenes Fach und den eigenen Standort hinaus entfaltet hat.
     
  • Mathematik: Walther Paravicini von der Eberhard Karls Universität Tübingen setzt in seiner Lehre auf eine kluge Kombination vielfältiger didaktischer Lehrformate.  Eine Besonderheit ist die konsequente Nutzung von Elementen der "Gamification". Damit motiviert er mit signifikantem Erfolg zur kontinuierlichen Erarbeitung des Stoffs. Für Lehramtsstudierende erschließt sich in seinen Veranstaltungen unmittelbar die Notwendigkeit, fachliches und fachdidaktisches Wissen aufeinander zu beziehen. Dies wird beispielweise durch Zusatzprojekte wie die Vorbereitung einer Unterrichtseinheit an einer Partnerschule erreicht.
     
  • Physik: Detlef Reichert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg richtet seine Lehre besonders konsequent, empathisch und sehr erfolgreich an den spezifischen Bedürfnissen bestimmter Zielgruppen aus. Zu nennen sind hier insbesondere Medizinstudierende, aber auch angehende Studierende. Durch die geschickte Auswahl relevanter Themen und den reflektierten Einsatz moderner didaktischer Methoden und anwendungsorientierter Lehrformate gelingt es ihm, auch solche Studierende, die dem Fach zunächst mit Unsicherheit begegnen, an die Physik heranzuführen und auch Nebenfachstudierende zu begeistern.

 
PREISVERLEIHUNG

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2026 eingeladen. Diese findet am 1. Juli 2026 um 17:00 Uhr im Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt am Main statt. Um Anmeldung per E-Mail an duechs@dpg-physik.de wird gebeten.

 

Kontakt

Gudula Merchert-Werhahn
Stifterverband
T 030 322982-497
E-Mail senden

 

Dr. Georg Düchs
Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.
T 02224 923-237
E-Mail senden

 

Die Initiatoren danken der Berthold Leibinger Stiftung, dem Fonds der Chemischen Industrie und der Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung für die freundliche Unterstützung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften.

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